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Wohngebäudeversicherung Gebäudeversicherung

Ein Eigenheim ist eine feine Sache und der Traum vieler Menschen. Sie sparen sich die Miete; die Raten, die Sie für den Kredit zahlen, sind oft niedriger als die Monatsmiete. Irgendwann sind Sie schließlich schuldenfrei. Das Haus gehört Ihnen, Sie können es so gestalten, wie es Ihnen am besten gefällt. Allerdings sollten Sie Ihr Haus schützen, denn schließlich können Sturm, Hagel, Überschwemmung oder Blitzschlag schwerwiegende Schäden anrichten und schlimmstenfalls Ihre gesamten Investitionen, Ihre Arbeit und Ihr Haus völlig zunichte machen. Damit Sie sich vor den finanziellen Folgen solcher Schäden schützen können, sollten Sie eine Wohngebäudeversicherung abschließen und dabei auf eine entsprechend hohe Versicherungssumme achten. Nicht nur Eigentümer von Eigenheimen benötigen eine Wohngebäudeversicherung. Auch dann, wenn Sie über eines oder mehrere Wohngebäude verfügen, die Sie vermieten, sollten Sie auf eine Wohngebäudeversicherung nicht verzichten. Sie sollten beim Abschluss einer Wohngebäudeversicherung einiges beachten, um tatsächlich vor den verschiedensten Gefahren, denen Ihr Wohngebäude ausgesetzt ist, geschützt zu sein. Mit der Wohngebäudeversicherung sind Gebäude wie Garagen, Stallgebäude und andere Nebengebäude noch nicht versichert. Um diese Gebäude zu versichern, sollten Sie eine Gebäudeversicherung abschließen. Die Wohngebäudeversicherung ist eine besondere Form der Gebäudeversicherung und erstreckt sich, wie bereits der Name sagt, lediglich auf Wohngebäude.

Was ist die Wohngebäudeversicherung?

Die Wohngebäudeversicherung ist eine Sachversicherung und schützt den Eigentümer des Wohngebäudes vor den finanziellen Folgen der Schäden, die durch Feuer, Sturm, Hagel und Leitungswasser hervorgerufen werden können. Zusätzlich können weitere Gefahren mitversichert werden. Das Wohngebäude ist der Versicherungsgegenstand; nicht versichert sind die beweglichen Sachen, die sich im Wohngebäude befinden. Kommt es zu einem Schaden am Wohngebäude, so leistet die Wohngebäudeversicherung, damit das Gebäude wieder aufgebaut oder saniert werden kann. Die Wohngebäudeversicherung kann darüber hinaus weitere Kosten übernehmen. Das in der Versicherungspolice benannte Gebäude ist der Gegenstand der Wohngebäudeversicherung; darüber hinaus können Gebäudezubehör wie Briefkasten- und Klingelanlagen, Müllboxen und Terrassen mitversichert sein. Möchten Sie auf dem Grundstück befindliches Gebäudezubehör, beispielsweise Gewächshäuser, Carports, Gehwegbefestigungen oder Hundehütten, mitversichern, so müssen Sie das beim Versicherungsabschluss vereinbaren. Wurden Einbaumöbel wie Einbauküchen speziell für das Gebäude angefertigt, so sind sie im Versicherungsumfang enthalten. Objekte, die fest mit dem Wohngebäude verbunden sind, wie Antennen oder Heizungen, sind im Versicherungsumfang enthalten. Versichert kann auch Gebäudezubehör sein, das sich im oder am Gebäude befindet und zu Wohnzwecken oder der Instandhaltung dient. Möchten Sie verschiedene Gebäudebestandteile und Gebäudezubehör versichern, die sich nicht auf dem Grundstück befinden, so müssen Sie das zusätzlich beim Versicherungsabschluss vereinbaren. Bei vermieteten Wohngebäuden sind Sachen, die der Mieter auf eigene Kosten an das Gebäude anbringt, wie z. B. eine Markise, nicht versichert, denn der Mieter trägt dafür die Gefahr. Die Wohngebäudeversicherung setzt sich aus mehreren Versicherungen zusammen und wird daher als verbundene Wohngebäudeversicherung bezeichnet. Zu den grundlegenden Versicherungen der Wohngebäudeversicherung gehören die Feuerversicherung, die Leitungswasserversicherung und die Sturmversicherung, die zusätzlich bei Schäden durch Hagel eintritt. Sie können diese Versicherungen auch einzeln oder in Kombination miteinander abschließen. Die Feuerversicherung tritt bei Schäden durch Brand, Blitzschlag, Explosion und Implosion ein. Sie leistet auch dann, wenn ein Luftfahrzeug, dessen Teile oder die Ladung auf das Haus treffen und es zu einem Schaden kommt. Bei Bränden leistet die Versicherung nur, wenn das Feuer zu einer offen erkennbaren Flamme geführt hat. Ein Schaden durch einen Kamin ist nicht versichert, wenn das Feuer nicht aus dem Kamin heraustrat. War kein Rauchmelder installiert und kam es zu einem Brand, kann die Feuerversicherung ihre Leistung verweigern. Die Leistungswasserversicherung tritt bei Schäden durch Regenwasserrohre innerhalb eines Gebäudes sowie bei Frost- und Bruchschäden an Wasserzuleitungs- und Heizungsrohren ein. Die Sturmversicherung tritt bei Sturmschäden und Windbewegungen ab Windstärke 8 sowie bei Hagelschäden ein. Es muss ein Nachweis durch umliegende Wetterstationen vorliegen, um welche Windstärke es sich handelte. In der Wohngebäudeversicherung sind Kosten für Schadenminderung, für Aufräumungs- und Abbrucharbeiten, für Bewegungen und Schutz sowie für Dekontamination versichert. Vermieter, die aufgrund des Schadens Mietausfälle erleiden, bekommen diese Mietausfälle durch die Wohngebäudeversicherung ersetzt. Liegen behördliche Wiederherstellungsbeschränkungen für Restwerte vor und kommt es infolgedessen zu Mehrkosten, so werden diese Mehrkosten von der Wohngebäudeversicherung getragen. Versichert sind auch Gebäudebeschädigungen durch unbefugte Dritte, Wasserverlust, Kosten für Sachverständige, Aufwendungen für die Beseitigung umgefallener Bäume sowie Kosten für die Beseitigung von Graffitischäden.

Wohngebäudeversicherung – in Ihrem eigenen Interesse

Sie sind als Wohnungseigentümer nicht verpflichtet, eine Wohngebäudeversicherung abzuschließen, doch ist der Abschluss dieser Versicherung in Ihrem eigenen Interesse. Möchten Sie ein Wohngebäude erwerben und es mit Hilfe einer Bank finanzieren, so verlangt die Bank von Ihnen zumeist den Nachweis einer Wohngebäudeversicherung. Der Abschluss einer Wohngebäudeversicherung ist ratsam, denken Sie nur daran, dass Sturm oder Feuer alles vernichten können. Angesichts der Hochwasserschäden im Jahr 2013 wird bereits darüber nachgedacht, zumindest eine Elementarschadenversicherung zur Pflichtversicherung für alle Hausbesitzer zu machen. Die Justizminister der Bundesländer diskutierten bereits über die Einführung einer verpflichtenden Gebäudeversicherung per Gesetz. Zum Abschluss sollten alle Hauseigentümer verpflichtet werden, unabhängig davon, ob sich das Wohngebäude in einem Hochwassergebiet oder in einem wenig gefährdeten Gebiet befindet. Bislang wurde jedoch noch kein Gesetz über eine Wohngebäudeversicherung / Gebäudeversicherung als Pflichtversicherung verabschiedet. Die Versicherten in der Wohngebäudeversicherung / Gebäudeversicherung bilden eine Gefahrengemeinschaft. Kommt es zu einem Schaden, so erhält der Versicherte eine Schadenregulierung aus den Beiträgen aller Versicherten. Vermieten Sie eines oder mehrere Wohngebäude, so sind Sie nicht zum Abschluss einer Wohngebäudeversicherung / Gebäudeversicherung verpflichtet, doch ist eine solche Versicherung in Ihrem Interesse sinnvoll. Denken Sie daran, dass Ihre Mieter aufgrund eines Totalschadens obdachlos werden können und dann berechtigt sind, Ersatzansprüche an Sie zu stellen. Als Vermieter können Sie die für die Gebäudeversicherung anfallenden Beiträge in die Nebenkosten aufnehmen. Die Mieter müssen den Anteil an der Wohngebäudeversicherung mit den Nebenkosten tragen, der sich auf die Zahl der angemieteten Quadratmeter bezieht. Sie als Vermieter stellen damit sicher, dass die Schäden kurzfristig repariert werden und die Mieter den Wohnraum schnell wieder nutzen können.

Der Gegenstand der Gebäudeversicherung

Die Gebäudeversicherung schützt den Eigentümer von Gebäuden vor dem finanziellen Ruin, wenn das Wohngebäude und weitere Gebäude durch Sturm, Brand oder Leitungswasser beschädigt werden. Während die Wohngebäudeversicherung sich lediglich auf das Wohngebäude und Gebäudezubehör erstreckt, so werden in der Gebäudeversicherung noch weitere Gebäude erfasst, die sich auf dem Grundstück befinden. Die Gebäudeversicherung schließt die Wohngebäudeversicherung ein, doch leistet sie darüber hinaus. In der Gebäudeversicherung sind die gleichen Risiken versichert wie in der Wohngebäudeversicherung. Die Gebäudeversicherung tritt bei Schäden durch Sturm und Hagel, Leitungswasser und Brand ein, genau wie die Wohngebäudeversicherung. Elementarschäden wie Überschwemmungen können zusätzlich mitversichert werden, ebenso können Überspannungsschäden an Gebäudebestandteilen wie Heizungsanlage oder Klingelanlage mitversichert werden. In der Gebäudeversicherung sind die in der Versicherungspolice benannten Gebäude versichert, zu denen auch Nebengebäude und Garagen zählen. Zubehör kann mitversichert werden. Sollen separate Gebäude wie Gartenhütten versichert werden, so muss das zusätzlich im Vertrag vereinbart werden. Befinden sich mehrere Gebäude auf Ihrem Grundstück, so sollten Sie nicht einfach nur das Wohngebäude schützen, sondern Sie sollten eine Gebäudeversicherung abschließen, zum Schutz aller auf dem Grundstück befindlicher Gebäude. Sie sollten daran denken, dass Nebengebäude und Garagen einen hohen Wert haben können, ein Schaden kann eine beachtliche Höhe erreichen.

Dynamisierung in der Gebäudeversicherung

Eine Dynamisierung in der Gebäudeversicherung erfolgt mit dem gleitenden Neuwertfaktor. Die Gebäudeversicherung passt sich an die Wertentwicklung der Gebäude an. Der Versicherungsnehmer ist selbst dafür verantwortlich, eine Unterversicherung zu vermeiden und daher eine ausreichende Versicherungssumme anzusetzen. Die Versicherungssumme kann durch einen Bausachverständigen ermittelt werden, doch kann auch der Gebäudewert in Mark 1914 zugrunde gelegt werden. Kommt es bei einer bestehenden Neuwertversicherung zu einem Totalschaden, so hat der Versicherungsnehmer Anspruch auf die Erstattung des Zeitwertes eines Gebäudes. Er erhält die Differenz zum Neuwert, wenn er das zerstörte Gebäude wieder aufbaut und dafür einen Nachweis erbringt.

Die richtige Versicherungssumme festlegen

Die Höhe der Prämien hängt von der angesetzten Versicherungssumme ab. Ein Bausachverständiger kann beurteilen, welche Versicherungssumme für Ihre Gebäude angemessen ist. Einfluss auf die Höhe der Prämien in der Wohngebäudeversicherung / Gebäudeversicherung haben

  • Bauartklasse
  • Art des Daches
  • Standort
  • Nutzung
  • Ausstattung.

Der Standort des Wohnhauses sowie der Nebengebäude hat Auswirkungen auf die Höhe der Versicherungsprämien. In Risikozonen, in denen eine besondere Gefahr für Schäden durch Sturm, Hochwasser oder Leitungswasser besteht, sind die Prämien für die Elementarversicherung entsprechend hoch. Bei der Wertermittlung kann der Ort ebenfalls eine Rolle spielen. Die Kosten in der Wohngebäudeversicherung / Gebäudeversicherung können niemals pauschal angegeben werden, da die Risikofaktoren und die Ausführung der Gebäude immer unterschiedlich sind. Der Wert des Wohngebäudes ist ein entscheidendes Kriterium für die Höhe der Prämien. Zumeist wird der Wert eines Wohngebäudes mit dem Wert 1914 berechnet. Sie sollten einen gleitenden Neuwert vereinbaren, der Sie vor der Unterversicherung schützt. Die Höhe der Deckungssumme müssen Sie in diesem Fall nicht neu anpassen.

Was ist der Wert 1914?

Die Versicherungssumme in der Wohngebäudeversicherung / Gebäudeversicherung entscheidet über die Leistung der Versicherung im Schadensfall. Je höher Sie die Deckungssumme ansetzen, desto höher ist die Entschädigung, die Sie erwarten können. Der Wert 1914 bildet die Grundlage für die Höhe der Versicherungssumme und der Prämien. Die meisten Wohngebäude wurden nach 1914 errichtet, doch trotzdem wird, auch bei Häusern neuen Datums, der Wert zugrunde gelegt, den das versicherte Objekt im Jahre 1914 gehabt hätte. Der ermittelte Wert wird mit dem Neuwert multipliziert, der von Jahr zu Jahr steigt. Die Versicherungssumme und damit die Höhe der Prämien in der Gebäudeversicherung müssen regelmäßig angepasst werden, denn ein Gebäude steht zumeist über mehrere Jahrzehnte. Die Anpassung erfolgt mit dem gleitenden Neuwertfaktor; die Beiträge werden an die Wertsteigerung angeglichen. Kommt es zu einem Schaden, so werden bei der Entschädigung nicht nur die gegenwärtigen Materialkosten, sondern auch die steigenden Löhne der Bauarbeiter berücksichtigt.

Was ist eine Neuwertversicherung?

Neuwertversicherungen werden von Wohngebäudeversicherern nur noch selten angeboten. In der Neuwertversicherung wird der Wert des Hauses zu einem bestimmten Zeitpunkt berechnet; eine Anpassung an sich verändernde Baupreise und an die Inflation erfolgt dabei nicht. Die Gefahr einer Unterversicherung ist dabei groß. Im Schadensfall, insbesondere bei einem Totalschaden, reicht die vereinbarte Versicherungssumme häufig nicht aus, um den Schaden abzudecken. Erforderliche Reparaturen oder der Neubau können aus der gezahlten Entschädigung nicht immer in voller Höhe beglichen werden. Der Zeitwert stellt die Versicherungssumme dar, die der Versicherungsnehmer nach dem Abzug der durch Alter und Abnutzung entstehenden Wertminderung des Gebäudes bekommt. Bei einer Versicherung zum Zeitwert wird nur der Betrag in Höhe des Wertes ausgezahlt, den das Gebäude zur Zeit des Schadensereignisses noch hatte. Auch diese Summe reicht zumeist nicht für die Reparatur oder für den Wiederaufbau aus.

Welche Leistungen Sie vereinbaren sollten

Sie sehen also, dass bei der Wahl der richtigen Versicherungssumme viele Stolperfallen lauern. Auf der sicheren Seite sind Sie daher, wenn Sie die Versicherungssumme nach dem Wert 1914 festlegen oder einen Bausachverständigen mit der Einschätzung der Versicherungssumme beauftragen. Neben den wichtigsten Schadenabsicherungen wie Brand, Sturm und Hagel oder Leitungswasser ist es sinnvoll, zusätzliche Schäden mitzuversichern. Die Prämien steigen dadurch, doch denken Sie daran, welche finanziellen Folgen solche Schäden haben können, lohnt es sich, für umfassenden Schutz höhere Prämien zu bezahlen. Der gewählte Tarif deckt nicht immer alle Schäden ab. Sie sollten daher darauf achten, welche Schäden im gewählten Tarif versichert sind, und gegebenenfalls zusätzliche Leistungen in den Vertrag aufnehmen. Bei den Schadenstypen Feuer, Sturm und Hagel sowie Leitungswasser werden Leistungen aus der Versicherung für die Durchführung der erforderlichen Reparaturen oder bei einem Totalschaden für den Neubau erbracht. Die Versicherung kann jedoch verschiedene Schadensfälle aus ihrem Leistungsumfang ausschließen. Das ist vor allem bei Schäden, die fahrlässig oder vorsätzlich herbeigeführt wurden, der Fall. Wurden Türen oder Fenster nicht richtig geschlossen und kommt es zu Schäden durch Sturm oder Hagel, so kann die Versicherung die Leistungen verweigern. Entsteht ein Schaden, bevor das Gebäude bezugsfertig ist, so zahlt die Versicherung nicht immer. Kommt es zu einem Brand und waren die beschädigten Dinge der Nutzungswärme durch einen Heizkessel oder einen Kamin ausgesetzt, so zahlt die Versicherung nicht. Kommt es zu einem Schaden durch einen Wasserrohrbruch, so zahlt die Versicherung nur, wenn der Schaden durch Leitungswasser herbeigeführt wurde. Bei Schäden durch Hoch- und Grundwasser, durch Reinigungswasser sowie durch fließende oder stehende Gewässer zahlt die Versicherung nicht, wenn Sie diese Schäden nicht zusätzlich vereinbart haben. Die Versicherung zahlt jedoch, wenn der Schaden durch defekte Zuleitungsschläuche oder Teile der sanitären Anlage entstanden ist. Sie trägt die Kosten für die Beseitigung des Wasserschadens und, wenn Sie die Wohnung vermietet haben, auch für Mietausfälle, Mietkürzungen oder die Bereitstellung einer Übergangswohnung. Wichtig ist, dass Sie alle zu versichernden Objekte in Ihren Versicherungsvertrag aufnehmen. Sie sollten dabei auf fest verbaute Teile wie Heizungen oder Einbauküchen sowie auf Nebengebäude wie Garagen oder Geräteschuppen achten. Sind Gegenstände nicht fest mit dem Gebäude verbunden, so leistet die Gebäudeversicherung bei deren Verlust oder Beschädigung nicht. Solche Gegenstände gehören zum Hausrat und müssen in der Hausratversicherung versichert werden. Carports spielen bei vielen Versicherern eine besondere Rolle, sie sind nicht immer in der Gebäudeversicherung mitversichert. Haben Sie einen Carport, so sollten Sie beim Abschluss der Gebäudeversicherung darauf achten, dass er in den Versicherungsvertrag aufgenommen wird. Besonders in gefährdeten Regionen sollten Sie eine Elementarversicherung in die Gebäudeversicherung aufnehmen. Nicht alle Versicherer sind bereit, solche Schäden zu versichern, oder sie erheben hohe Risikozuschläge. Damit Sie den richtigen Versicherer finden, der Ihnen auch eine Elementarversicherung zu günstigen Konditionen bietet, sollten Sie unbedingt den Versicherungsvergleich nutzen und sich genau über die Leistungen und Bedingungen der einzelnen Versicherer informieren. In der Elementarversicherung können Sie Schäden durch

  • Erdbeben
  • Überschwemmung
  • Flut
  • Frost
  • Schneedruck

versichert. Schäden durch Glasbruch sind in der Regel mit der Gebäudeversicherung abgedeckt, doch gilt der Versicherungsschutz nicht für jeden Schaden. Kommt es durch Sturm, Hagel, Leitungswasser oder Feuer zu Glasschäden, so leistet die Versicherung. Für andere Schadensfälle an Fenstern und Türen tritt die Gebäudeversicherung nicht ein. Sie können jedoch zusätzlich eine Glasversicherung abschließen. Immer häufiger kommen Photovoltaikanlagen zum Einsatz. Sie haben ihren Preis, daher sollten Sie an die richtige Absicherung denken. Vor allem Sturm und Hagel, aber auch Blitzschlag können den Photovoltaikanlagen empfindliche Schäden zufügen. In der Gebäudeversicherung können Sie die Photovoltaikanlage mitversichern. Nicht immer sind die Schäden an der Photovoltaikanlage in der Gebäudeversicherung vollständig abgedeckt. Sinnvoller kann es daher sein, wenn Sie eine gesonderte Photovoltaikversicherung abschließen. Sie tritt dann ein, wenn es zu einem Schaden an der Anlage durch einen Kurzschluss oder einen indirekten Blitzschlag kommt. Schäden durch Vandalismus sind nicht immer mit der Gebäudeversicherung abgedeckt. Solche Schäden können eine beachtliche Höhe annehmen. Verschiedene Versicherer bieten die Absicherung von Schäden durch Vandalismus an und erstatten auch Schutz- und Bewachungskosten. Legen Sie besonderen Wert auf diese Leistungen, so sollten Sie bei der Wahl des Versicherers darauf achten, dass derartige Kosten abgedeckt sind.

Was Sie bei Umbauarbeiten beachten sollten

Besitzen Sie ein Haus, so werden im Laufe der Zeit Renovierungsarbeiten fällig. Häufig werden solche Arbeiten mit einem Umbau oder einer Modernisierung verbunden, die zu einer Wertsteigerung des Wohngebäudes führen. Genau hier lauert eine Stolperfalle. Der gestiegene Wert ist nicht mitversichert, wenn Sie nicht die Versicherungssumme erhöhen. Eine Unterversicherung ist die Folge, bei einem Totalschaden zahlt die Versicherung nicht die vollen Kosten für den Wiederaufbau, sondern lediglich bis zur Höhe der vereinbarten Versicherungssumme. Modernisierung oder Umbau können zu einer Gefahrerhöhung führen, die Versicherung kann die Leistungen kürzen. Bei einer Neueindeckung des Daches können Sturmschäden stärker als vorher eintreten. Sie sollten rechtzeitig vorsorgen und Ihre Versicherung über die durchgeführten Baumaßnahmen informieren. Ist der Wert des Gebäudes nach Abschluss der Baumaßnahmen gestiegen, sollten Sie ebenfalls die Versicherung darüber informieren.

Wann zahlt die Wohngebäudeversicherung / Gebäudeversicherung nicht?

Die Wohngebäudeversicherung / Gebäudeversicherung zahlt nicht, wenn Schäden durch grobe Fahrlässigkeit eingetreten sind oder wenn sie vorsätzlich herbeigeführt wurden. Kommt es zu einem Schaden, beispielsweise durch einen Brand, so prüft die Versicherung sehr genau, ob der Schaden unverschuldet eingetreten ist. Bei Schäden durch Vandalismus leistet die Versicherung nicht immer, das ist abhängig vom jeweiligen Versicherer. Eine Versicherungsgesellschaft kann die Leistungen kürzen, wenn ein Schaden während der Durchführung von Baumaßnahmen durchgeführt wird und wenn sie nicht zuvor darüber informiert worden ist. Die Versicherung leistet grundsätzlich nur bis zur Höhe der vereinbarten Versicherung. Bei einer Unterversicherung ist ein Totalschaden nicht in voller Höhe abgedeckt.

Was Sie bei der Errichtung oder beim Umbau eines Wohngebäudes beachten sollten

Sie sollten bereits während der Bauphase oder bei den Umbau- und Modernisierungsarbeiten an den richtigen Versicherungsschutz denken. Schäden, die während der Bauphase entstehen, können teuer werden, vor allem, wenn der Hausbau schon ziemlich weit fortgeschritten ist. Sie sollten daran denken, dass von einer Baustelle, auch dann, wenn sie gesichert ist, verschiedene Gefahren ausgehen können. Schützen können Sie sich mit den richtigen Versicherungen. Bereits vor dem ersten Spatenstich sollten Sie eine Bauherrenhaftpflichtversicherung abschließen. Sie tritt dann ein, wenn Kinder, Passanten, Nachbarn oder Lieferanten auf der Baustelle verunglücken. Der Bauherr ist für solche Schäden haftbar. Häufig handelt es sich um Personenschäden, die eine beachtliche Höhe annehmen können. Damit Sie als Bauherr nicht in den finanziellen Ruin geraten, trägt die Bauherrenhaftpflichtversicherung die Kosten bei Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Sie sollten auf entsprechend hohe Deckungssummen achten, besonders bei den Personenschäden. Für eine Bauzeit bis zu zwei Jahren tritt die Bauherrenhaftpflichtversicherung für die entstandenen Schäden ein. Nach diesen zwei Jahren oder dann, wenn der Hausbau abgeschlossen ist, sichern Sie sich mit der privaten Haftpflichtversicherung ab, die bei Personen-, Sach- und Vermögensschäden eintritt. Sie deckt alle Schadensfälle auf dem von Ihnen genutzten Hausgrundstück ab, doch tritt sie nicht bei Mietshäusern ein. Als Vermieter müssen Sie eine gesonderte Haus- und Grundstücksversicherung abschließen. In der Haus- und Grundstücksversicherung sind Schäden, die aus den Pflichten des Grundstückseigentümers entstehen, abgedeckt, wie z. B. die Streupflicht bei Schnee und Glatteis. Sie sollten eine solche Versicherung bereits direkt nach dem Grundstückskauf abschließen. Auch dann, wenn Sie ein Grundstück nur kaufen, da Sie nur zu eigenen Wohnzwecken bauen wollen, sollten Sie diese Versicherung abschließen. Wollen Sie beim Hausbau oder bei Umbau- und Modernisierungsarbeiten viele Arbeiten in Eigenleistung durchführen und helfen Ihnen Nachbarn, Freunde oder Verwandte, so sind Schäden, die diese Personen erleiden, zumeist nicht versichert. Gegen einen Prämienaufschlag können Sie solche Schäden mitversichern. Sie sollten als Deckungssumme für Personen- und Sachschäden mindestens drei Millionen Euro vereinbaren. Zumeist ist eine einmalige Prämie zu zahlen, die zwischen 0,5 und 1 Promille der Bausumme betragen kann. Vor dem Abschluss einer Bauherrenhaftpflichtversicherung sollten Sie den Versicherungsvergleich nutzen, um den geeigneten Anbieter zu finden. Eine Bauleistungsversicherung, auch als Bauwesenversicherung bezeichnet, tritt dann ein, wenn verschiedene Objekte auf der Baustelle abmontiert oder beschädigt werden. Treten Schäden durch Witterungseinflüsse wie Erdrutsch, Erdbeben, Überschwemmung, Orkan, Vandalismus, Diebstahl von bereits eingebauten Produkten oder Fahrlässigkeit der Bauarbeiter ein, dann leistet die Versicherung. Schäden durch Frost im Winter oder durch Herbststürme sind jedoch in der Bauwesenversicherung nicht abgedeckt. Nicht im Leistungsumfang der Bauleistungsversicherung sind Diebstahlschäden an gelagerten Bauprodukten sowie Brandschäden, Schäden durch Blitzschlag, Explosionen oder aufgrund unterlassener Sicherungsmaßnahmen enthalten. Für die Bauleistungsversicherung wird, abhängig vom Versicherer, eine einmalige Prämie in Höhe von 1 bis 3 Promille der Bausumme erhoben. Als Bauherr können Sie eine Selbstbeteiligung vereinbaren.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Abschluss einer Gebäudeversicherung?

Kaufen Sie ein bereits bezugsfertiges Haus, so sollten Sie sofort beim Kauf eine Wohngebäudeversicherung / Gebäudeversicherung abschließen. Sie ist häufig Voraussetzung dafür, um eine Finanzierung von einer Bank zu erhalten. Bauen Sie ein Haus, dann sollten Sie möglichst frühzeitig die Feuer-Rohbauversicherung abschließen. Sie tritt bei Schäden durch Brände, Blitzschlag, Absturz von Flugzeugen und Explosion ein. Bereits zu Beginn der Bauzeit sollten Sie eine Wohngebäudeversicherung abschließen. Kommt es während der Bauzeit zu Feuerschäden am Rohbau, so sind sie bei den meisten Versicherern beitragsfrei mitversichert. In jedem Fall lohnt sich ein Vergleich, er informiert über die Höhe der Beiträge und die enthaltenen Leistungen bei den einzelnen Anbietern.

Sparen bei der Wohngebäudeversicherung / Gebäudeversicherung

Eine gute Wohngebäudeversicherung / Gebäudeversicherung muss nicht teuer sein. Die Höhe der Prämien und der Leistungsumfang unterscheiden sich bei den einzelnen Versicherungen stark. Die Beitragshöhe pro Jahr kann bei den einzelnen Versicherungen um mehrere hundert Euro differieren. Eine teure Versicherung ist nicht immer gut, oft fehlt es an wichtigen Leistungen, die Sie dann nur gegen Aufpreis versichern können. Vor allem beim Schutz vor Elementarschäden kann eine Versicherung richtig teuer werden. Für das Risiko werden oft hohe Zuschläge erhoben. Sie müssen eine Wohngebäude- oder Gebäudeversicherung nicht immer bei einem teuren Versicherer abschließen, der viel Geld für die Unterhaltung der Filialen und für den Außendienst ausgibt. Viel günstiger kann eine Wohngebäude- oder Gebäudeversicherung bei einem Direktversicherer sein. Diese Versicherer verfügen über keine oder nur wenige Filialen. Sie sparen Kosten, da sie online arbeiten. Diese Sparvorteile geben sie in Form günstiger Prämien an ihre Kunden weiter. Im Gegensatz zu den Versicherern, die Wert auf Filialen und Außendienst legen, haben Sie bei den Direktversicherern keinen persönlichen Kundenbetreuer, doch steht am Telefon ein Ansprechpartner bereit. Zahlreiche dieser Direktversicherer halten eine 24-Stunden-Hotline bereit, dort können Sie die Schäden jederzeit am Telefon melden. Damit das Haus im Schadensfall schnell wieder bewohnbar ist, kommt es auf eine schnelle Schadensregulierung an. Bei den Direktversicherern funktioniert die Schadensregulierung häufig schnell und unkompliziert. Innerhalb weniger Tage nach der Schadensmeldung kommt ein Gutachter und informiert sich über die Höhe des Schadens. Liegen alle Voraussetzungen für die Schadensregulierung vor, erhalten Sie bereits nach kurzer Zeit das Geld. Ein guter Service ist unabdingbar, dazu gehört, dass Sie rechtzeitig über Beitragserhöhungen informiert werden. Bei den Direktversicherern funktioniert die Kommunikation zumeist online, Sie werden per E-Mail über Beitragsänderungen und Änderungen in den Konditionen informiert.

Den richtigen Tarif finden

Damit Sie den richtigen Versicherer und den passenden Tarif finden, sollten Sie sich etwas Zeit nehmen und den Versicherungsvergleich im Internet durchführen. So ein Vergleich funktioniert viel schneller als würden Sie Angebote bei verschiedenen Versicherungsgesellschaften einholen, um sie zu vergleichen. Dabei laufen Sie die Gefahr, gerade die günstigsten Versicherer und diejenigen mit den besten Leistungen zu vergessen. Auf einen Blick zeigt Ihnen der Vergleich die Höhe der Prämien bei den einzelnen Versicherern. Bevor Sie den Vergleich starten, müssen Sie eine Reihe von Fragen beantworten. Machen Sie Angaben über den Gebäudetyp, beispielsweise Einfamilienhaus, Doppelhaus oder Reihenhaus, geben Sie das Baujahr an und machen Sie Angaben zur Bauart. Weiterhin müssen Sie angeben, ob Sie das Haus selber nutzen oder vermieten wollen. Angaben zur Adresse sind erforderlich, da sich die Höhe der Prämien nach der Region richten kann. Beantworten Sie Fragen darüber, ob das Haus bereits saniert wurde, sowie zur Wohnfläche. Nun müssen Sie Angaben über den gewünschten Versicherungsschutz machen. Neben Feuerschutz, Schutz vor Sturm und Hagel sowie Schutz vor Schäden durch Leitungswasser können Sie zusätzlichen Versicherungsschutz wählen, beispielsweise den Schutz vor Elementarschäden oder die Glasversicherung. Sogar die grobe Fahrlässigkeit können Sie bei einigen Versicherern mitversichern. Wünschen Sie diesen Schutz, dann geben Sie das bei den Fragen zum Versicherungsschutz einfach mit an. Haben Sie alle Fragen beantwortet, können Sie den Vergleich starten. Nach kurzer Zeit erhalten Sie einen ausführlichen Überblick über die Höhe der Prämien, die Versicherungssummen und die im Versicherungsumfang enthaltenen Leistungen. Der Vergleich zeigt, dass die Beiträge bei einem guten Versicherer nicht teuer sein müssen. Bereits für niedrige Beiträge können Sie umfassenden Versicherungsschutz mit einer hohen Versicherungssumme erhalten. Beiträge sparen Sie, wenn Sie eine Selbstbeteiligung vereinbaren. Die Höhe der Selbstbeteiligung im Schadensfall können Sie bei den meisten Versicherern selbst festlegen. Kommt es zu einem Schaden, zahlt die Versicherung den Schadensbetrag, der die Selbstbeteiligung übersteigt. Der Tarifvergleich hilft Ihnen, genau den Tarif zu finden, den Sie brauchen. Er zeigt die Tarife mit dem von Ihnen gewünschten Versicherungsschutz. Über den Tarifvergleich gelangen Sie zu den einzelnen Versicherern, wo Sie umfangreiche Informationen finden. Bei den verschiedenen Versichern können Sie persönliche Angebote anfordern, beispielsweise, wenn Sie zusätzliche Leistungen in den Versicherungsvertrag aufnehmen wollen. Haben Sie einen günstigen Versicherer gefunden, so können Sie den Antrag auf Versicherung online stellen. Verschiedene Versicherer bieten Ihnen einen Online-Rabatt.

Wohngebäudeversicherung kündigen und Anbieter wechseln

Wollen Sie Ihr Haus verkaufen, da Sie umziehen möchten, so haben Sie selbstverständlich das Recht, die Versicherung zu kündigen. Ebenso können Sie die Versicherung kündigen, wenn der Versicherer die Beiträge erhöht oder wenn Sie glauben, dass Sie zu hohe Beiträge bezahlen und andere Versicherer günstiger sind. Die Wohngebäudeversicherung können Sie ordentlich oder außerordentlich kündigen. Die Wohngebäudeversicherung können Sie zumeist über Zeiträume von einem, drei oder fünf Jahren abschließen. Eine ordentliche Kündigung ist zum Vertragsende möglich, dabei sollten Sie die Kündigungsfrist beachten. Die Kündigungsfrist beträgt in den meisten Fällen drei Monate zum Vertragsende. Verpassen Sie die Kündigungsfrist, verlängert sich der Vertrag stillschweigend, zumeist um ein weiteres Jahr. In jedem Fall sollten Sie schriftlich kündigen. Vergessen Sie in Ihrem Kündigungsschreiben nicht die Vertragsnummer und bitten Sie um schriftliche Bestätigung der Kündigung. So bestätigt die Versicherungsgesellschaft, dass sie das Kündigungsschreiben erhalten hat und dass Sie die Kündigungsfrist eingehalten haben. Die ordentliche Kündigung zum Vertragsende ist sinnvoll, wenn Sie zu einem günstigeren Versicherer wechseln möchten. Bereits vor Beginn der Kündigungsfrist können Sie sich im Versicherungsvergleich über günstige Anbieter informieren und den Antrag auf Versicherungsschutz stellen. Geben Sie dabei an, ab wann Sie beim neuen Anbieter versichert sein möchten. Erwerben Sie ein Wohngebäude und hat der Vorbesitzer die Wohngebäudeversicherung noch nicht gekündigt, so können Sie als neuer Eigentümer die Wohngebäudeversicherung ordentlich kündigen, wenn Sie als Berechtigungsnachweis dafür einen aktuellen Grundbuchauszug vorlegen. Ist Ihre Immobilie noch nicht schuldenfrei, da Sie noch einen Kredit abzahlen müssen, so muss der Gläubiger der Kündigung der Wohngebäudeversicherung und dem Wechsel zu einem anderen Versicherer zustimmen. Ist Ihre Immobilie schuldenfrei, so kann der Versicherer verlangen, dass Sie das durch einen Grundbuchauszug nachweisen. Der Versicherungsnehmer und der Versicherer können die Wohngebäudeversicherung außerordentlich kündigen, wenn es während der Vertragslaufzeit zu einem Schaden gekommen ist. Es spielt dabei keine Rolle, ob der Versicherer den Schaden beglichen hat oder ob er einen Schadensausgleich abgelehnt hat. Wurde eine Selbstbeteiligung vereinbart, so muss der Schaden die Höhe der Selbstbeteiligung übersteigen, da Sie sonst oft nicht außerordentlich kündigen können. Die außerordentliche Kündigung seitens des Versicherungsnehmers oder des Versicherers ist innerhalb eines Monats nach der Mitteilung über die Schadensregulierung oder die Schadensablehnung an den Versicherungsnehmer möglich. Sie als Versicherungsnehmer sollten die außerordentliche Kündigung, genau wie die ordentliche Kündigung, schriftlich formulieren und den Versicherer um Bestätigung der Kündigung bitten. Der Versicherungsnehmer und der Versicherer können die außerordentliche Kündigung mit sofortiger Wirkung oder zum Ende eines laufenden Versicherungsjahres aussprechen. Ein Sonderkündigungsrecht besteht bei einem Eigentümerwechsel im Fall des Verkaufs oder Kaufs der Immobilie. Bei einem Erbfall besteht kein Sonderkündigungsrecht. Bei einem Eigentümerwechsel können der Käufer des Objekts und der Versicherer die bestehende Gebäudeversicherung zum Ende des laufenden Versicherungsjahres oder mit sofortiger Wirkung kündigen. Der Käufer des Objekts muss innerhalb eines Monats nach dem Erwerb oder nach dem Grundbucheintrag von seinem Kündigungsrecht Gebrauch machen. Hat der Käufer der Immobilie beim Erwerb noch keine Kenntnis über das Bestehen einer Gebäudeversicherung erhalten, dann beginnt die Kündigungsfrist am Tag der Kenntnisnahme. Die Kündigungsfrist beträgt auch in diesem Falle einen Monat. Der Versicherer hat das Recht, bei einem Eigentümerwechsel den Vertrag zu kündigen. Die Kündigung wird innerhalb eines Monats, nachdem sie dem Eigentümer zugegangen ist, wirksam. Für den neuen Eigentümer ist es sinnvoll, während dieser Kündigungsfrist den Versicherungsvergleich zu nutzen, um einen neuen, günstigen Versicherer zu finden und nahtlosen Versicherungsschutz zu genießen. Erwerben Sie ein Wohngebäude, so sollten Sie den bisherigen Eigentümer bereits vor der Unterzeichnung des Kaufvertrages fragen, ob eine Gebäudeversicherung besteht. Beim Bestehen einer Wohngebäudeversicherung haben Sie die Möglichkeit, den Vertrag zu übernehmen, wenn der Versicherer damit einverstanden ist. Möchten Sie die Versicherung kündigen, sollten Sie einen Grundbuchauszug beim Versicherer vorlegen. Ein Eigentümerwechsel ist dem Versicherer umgehend anzuzeigen. Das ist durch den Verkäufer des Objektes ebenso möglich wie durch den Käufer. Schließlich haben Sie als Versicherungsnehmer ein Sonderkündigungsrecht, wenn der Versicherer eine Beitragserhöhung ankündigt und die Leistungen dabei nicht erhöht werden. Die Kündigung muss innerhalb eines Monats nach Ankündigung der Beitragserhöhung erfolgen, entweder zum Ende des laufenden Versicherungsjahres oder mit dem Eintritt der Beitragserhöhung.

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